Zielgruppen:

Fortbildungsveranstaltungen zum Globalen Lernen und zur Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) im Anthropozän in:

  • Schulen
  • Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung (ZfsL)
  • Volkshochschulen
  • Akademien
  • unternehmensinternen Schulungen

In den Fortbildungsveranstaltungen stellt Klaudius Gansczyk auf dem Hintergrund seiner langjährigen Bildungserfahrungen die „Entwicklungsdimensionen Soziales-WirtschaftPolitik-Umwelt in „horizontaler Kohärenz“ und die Handlungsebenen Individuum-Familie/Kleingruppe-Gemeinde-Region-Nation/Staat-Transnationale Einheit-Welt in „vertikaler Kohärenz“ des „Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung als gemeinsames Projekt der Kultusministerkonferenz (KMK) und des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) zur Entwicklung und Praxis des Globalen Lernens und zur Förderung der Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE)“ in das Zentrum der Kompetenzenförderung:

Quelle: KMK, BMZ & Engagement Global (Hrsg.) (2016). Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung im Rahmen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (2. aktualisierte und erweiterte Auflage). Bonn: Cornelsen

Leitfrage der Fortbildungsveranstaltungen:

 

Wie lassen sich durch systemisches, vernetztes, interdisziplinäres, fächerübergreifendes, interkulturelles und die Gefühle einbeziehendes, also durch ein NEUES DENKEN und durch „geistiges Zoomen“ in der Vielfalt der Weltanschauungen von der individuellen Ebene bis zur planetarischen Ebene zukunftsfähige Lebenswege im Einklang mit den Nachhaltigkeitszielen vom New Yorker UN-Gipfel 2015 im Anthropozän beschreiten?

Der Club of Rome forderte im Jahre 2018 anlässlich seines 50-jährigen Jubiläums eine neue Aufklärung: Ernst Ulrich von Weizsäcker/Anders Wijkmann u.a. – Club of Rome – Der große Bericht: Wir sind dran – Was wir ändern müssen, wenn wir bleiben wollen – Eine neue Aufklärung für eine volle Welt.

Klaudius Gansczyk schrieb im Jahre 2006 im Wiener Glocalist den Beitrag: „Interkultureller Humanismus für eine neue Aufklärung

Seit dem Juni 2015 liegt die Aktualisierung und Erweiterung des „Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung“ als gemeinsames Projekt der Kultusministerkonferenz (KMK) und des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) zur Entwicklung und Praxis des Globalen Lernens und zur Förderung der Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) [1]. Der Orientierungsrahmen diagnostiziert auf S. 21:

„Schwerwiegende Umweltveränderungen, wie die Gefahren der globalen Erwärmung, die Verknappung natürlicher Ressourcen und der Verlust an Biodiversität sowie das Ausmaß der weltweiten Armut, eine zunehmende Einschränkung politischer Rechte und ziviler Freiheiten in vielen Teilen der Welt, Kriege und Bedrohungen durch Terrorismus sowie Risiken und Krisen der Finanzsysteme stellen uns vor politische, ökonomische, soziale und ökologische Herausforderungen.“

Vor ähnlichen Herausforderungen hat Richard von Weizsäcker in seiner Ansprache am 2. Dezember 1993 im Kaisersaal des Rathauses in Hamburg „Zur deutschen Außenpolitik“ gewarnt und seine Hoffnungen in die Jugend gesetzt:

„Es sind diese Aufgaben, die die Innen- und Außenpolitik zu einem Ganzen verschmelzen. Daher ist es so wichtig und zugleich auch so chancenreich, in unserem Erziehungs- und Bildungssystem Verständnis für den geschilderten Zusammenhang zu wecken. Junge Menschen haben oft einen leichteren Zugang zum Gedanken der „Erdpolitik“ (E.U. von Weizsäcker) als zur klassischen Außenpolitik. Wir sollten diese Begriffe nicht gegeneinander ausspielen, sondern sie zusammenführen, also die langfristig zentralen Themen der Erdpolitik in den herkömmlichen Kanon der Außenpolitik einfügen. Dann wird es gelingen, die Einsicht und Mitwirkung der Bürger für die Außenpolitik stärker zu mobilisieren. Nur dadurch können wir uns vergewissern, dass unser demokratisches System besser in der Lage ist, die großen Herausforderungen unserer Zeit zu meistern als andere Systeme. Und darauf setzen wir doch! Die Außenpolitik der Nationen und Regionen entwickelt sich allmählich zur Weltinnenpolitik. Die Vereinten Nationen sind ihr Forum.“ Richard von Weizsäcker, 1993

Quelle: Richard von Weizsäcker in: Klaudius Gansczyk (Hrsg.): Engagiert euch: Weltinnenpolitik für das 21. Jahrhundert, Berlin 2015, S. 41

Über 20 Jahre später schreibt der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Dr. Gerd Müller in seinem Vorwort zum oben angeführten „Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung“ mit Blick auf die Ziele für Nachhaltige Entwicklung (SDGs):

„Die neuen Ziele, die im September in der Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet werden sollen, bieten uns die Chance auf einen Weltzukunftsvertrag, zu dem Industrie- und Schwellenländer ihre Beiträge im Sinne einer neuen Globalen Partnerschaft leisten. Diese Partnerschaft kann aber nur Wirklichkeit werden, wenn sich die Menschen als Teil der Einen Welt verstehen lernen. Erstmals wird daher auch ein eigenes Ziel für die Bildung für Nachhaltige Entwicklung aufgenommen werden.

Auch deshalb ist es mir ein Anliegen, dass diese gemeinsame Verantwortung für eine gute Zukunft für alle Menschen auf diesem Planeten zu einem Bildungsinhalt in Deutschland wird. Der Orientierungsrahmen ist ein wichtiges Instrument, dieses Ziel umzusetzen. Im Lernbereich „Globale Entwicklung“ sollen Schülerinnen und Schüler zentrale Kompetenzen, wie die Fähigkeit zum Perspektivenwechsel oder zur Empathie, erwerben und lernen, sich als „Global Citizens“ in der Einen Welt zu verstehen.“

Quelle: „Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung“, S. 10